Berichte über die Bergkapelle! 

Hückelhoven:

Stab jetzt Ehrenvorsitzender der Bergkapelle Sophia-Jacoba

Der neue Vorstand (v.l.): Kirsten Bernath, Ralf Monsen, der neue Vorsitzende Stefan Amels, Ehrenvorsitzender Detlef Stab, Frank Schmitz, Norbert Trebbels und Hans-Dieter Aretz. Foto: JÜRGEN LAASER

 

 

 

Hückelhoven Ein echter Stab-Wechsel in der Maschinenhalle des Bergbaumuseums Schacht 3: Detlef Stab, Wiedergründer der Bergkapelle Sophia-Jacoba und Vorsitzender seit 2001, "übergab" die organisatorische Leitung des 54-köpfigen Orchesters an Stefan Amels. Und erhielt per einstimmigem Beschluss der Versammlung und dankbar-kräftigem Beifall den neu geschaffenen Stab des Ehrenvorsitzenden.

Von Willi Spichartz

Und in der Tat hinterlässt der Initiator bergmännischer Musiktradition ein bestens bestelltes Haus, wie sowohl sein Nachfolger als auch der musikalische Leiter Rolf Deckers herausstellten. Deckers direkt an Detlef Stab gerichtet: "Die Bergkapelle ist Dein Baby. Und das reichst Du jetzt durch die Klappe in andere Hände. In all' den Jahren brauchten wir Musiker uns um nichts anderes zu kümmern als um die Musik. Nicht zuletzt deshalb haben wir eine tolle Mannschaft, die Du mitgeprägt hast. Mit Dir geht der Kapitän von Bord!"

Im letzten Bericht als Vorsitzender hatte Detlef Stab, der sich seit 2012 auch an erster Stelle um das Museum Schacht 3 kümmert, daran erinnert, wie es ihn gestört hatte, dass nach Ende der Zeche 1997 auch das Ende der seit den 1930-er Jahren existierenden Tradition der Bergkapelle gekommen war. Als Nichtmusiker habe er "mit viel Herzblut" Aufbauarbeit geleistet, mit engagierten Vorstandskollegen sei die Bergkapelle zur "Erfolgsgeschichte" geworden, "personell, musikalisch und finanziell" gut aufgestellt. So falle ihm der Abschied aus der ersten Verantwortung des "wunderbaren Orchesters" nicht leicht.

Geschäftsführer Dieter Aretz hatte die Stationen nachvollzogen, die den Erfolg und die Harmonie des Orchesters und des Vereins begründen, darunter der gute Probenbesuch der 54 Musikerinnen und Musiker und die Konzerte zu exponierten Veranstaltungen, zu denen man eingeladen werde neben dem eigenen, das im April mehr als 700 Hörer anziehe. Den Festakt zur Partnerschaft des Kreises mit dem schottischen Midlothian und dem ungarischen Komárom Esztergom, den Neujahrsempfang der Stadt Hückelhoven, Weihnachtsmarkt, Stadtmusikfest und vieles mehr habe man begleiten können. Die vereinsinternen Termine wie Jahresausflug und "Buchenfest" förderten, so Hans-Dieter Aretz, den Zusammenhalt.

Auch der vom Orchester zuvor wiedergewählte Dirigent Rolf Deckers blickte auf eine Erfolgszeit zurück und zeigte sich mit dem jüngsten Konzert vor wenigen Tagen besonders zufrieden: "Das ist selten." Mit Blick auf den scheidenden Vorsitzenden: "Es geht weiter, in der Musik und im Verein ist es wie im Leben - alles ist im Fluss." Und dass das notwendige Geld fließt, darüber legte Kassierer Norbert Trebbels einen überaus positiven Bericht vor. Jeweils einstimmig wurden neben Stefan Amels Kirsten Bernrath zur Zweiten Vorsitzenden, Norbert Trebbels zum Kassierer, Frank Schmitz zu dessen Stellvertreter, Ralf Monßen zum Geschäftsführer und als Vertreter Dieter Aretz gewählt. Beisitzer wurden Utz Schäzle, Markus Gierlings, Detlef Stab und Hans Krienke. Letzterer war es, der als Vorsitzender der Bergkapelle "Glückauf" aus Ibbenbüren, wo er zeitweilig Personal-Vorstandsmitglied der Zeche "Anthrazit", Schützenhilfe bei der Wiedergründung der Bergkapelle in seiner Heimatstadt Hückelhoven leistete.

(isp) Quele RP online

Zu ihrem Jahresausflug hatten sich die Mitglieder der Bergkapelle Sophia Jacoba au den Weg gemacht. Das Ziel der Reise war das belgische Lüttich und Umgebung. Bei schönem Herbstwetter, dass die Musiker den ganzen Tag begleitete, erreichte man nach gemütlicher Busfahrt die alte kohle- und Stahstadt. Die alten und neuen Schönheiten der Stadt präsentierten sich bei einer anschliessenden Stadtrundfahrt den Reisenden, bevor man die in der Nähe gelegende alte Zeche von Blegny besictigen konnte. Hier war eine "Grubenfahrt" bis zu einer Tiefe von 3m sehr interessant oder man bestieg den Förderturm, von dessen luftiger Höhe man einen weiten Blick in das Umland enoss, dass ein Teil der Reisegruppe bei einer Fahrt mit einem urigen Bimmelbähnchen erlebte. Nach der Heimreise trafen sich die Ausflügler in einer hiesigen Gaststätte zu einem abschliessenden Gala Buffet.
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Das besondere an ihr ist, das sie ganz buchstäblich aus dem Nichts zurückgekommen ist. Den nur der Phantasie, dem Fleiß und dem kameradschaftlichen Zusammenhalten von Leuten wie Rolf Deckers, Detlef Stab oder Wolfgang Tischtau verdanken wir es, dass ein längst aufgelöstes und in alle Winde zerstobenes Werksorchester wiederbegründet und zu neuen Erfolgen geführt werden konnte.

Heute spielen in der Bergkapelle junge Musiker, für die Sophia-Jacobanicht einmal mehr Erinnerung sein kann- ganz einfach, weil sie erst Jahre nach Stillegung geboren wurden. So haben die Orchestermitglieder etwas genuin Neues geschaffen. Eine Bergkapelle eines Unternehmens wurde zur Bergkapelle aller Hückelhovener.
Wie rief vor Jahren einman Norbert Blüm den versammelten auf Sophia-Jacoba zu: Ihr dürft Stolz auf euch sein ~ Ich bin´s doch auch

B.Aengenendt

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